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Buell XB 12 X Ulysses

Die Überschrift Enduro passt vielleicht nicht mehr ganz und eigentlich ist ja auch ein Zylinder zuviel dran, aber egal - im Dezember 2010 zog eine Buell Ulysses in unsere Garage ein. Der Weg dahin war lang. Nachdem sich herauskristallisierte das die Dominator nicht die beste Wahl war, ging es auf die Suche nach einem zweipersonentauglichen wohlklingendem aufrechten Spaßmopped. Bei den Japanern war die Auswahl arg begrenzt, die in Frage kommenden Italienerinnen zu sportlich, die Engländerinnen nur was für Solisten und für die bayrische Alternative fühlte ich mich noch nicht reif (alt?) genug. Buell ist zwar Pleite, aber es gibt noch und viele und die Fangemeinde lebt. Die XB12X gilt zwar eher als das hässliche Entlein (oder auch Giraffe) unter den Buellern, aber scheint scheinbar perfekt für zu zweit zu sein.

Die Suche dauerte etwas länger, denn irgendwie hatte ich mich auf ein Modell ohne Kat (sprich bis Modelljahr 2007) eingeschossen und zuviele Kilometern sollten auch nicht auf dem Tacho stehen. Mit ein wenig Glück (so sehe ich's zumindestens im Moment) ergatterte ich im Dezember 2010 ein praktisch neues Motorrad mit 11 km auf dem Tacho aus Österreich. Die Anmeldung lief recht problemlos und wenn das weisse Zeug draussen weggetaut ist, dann kann es auch endlich losgehen.
So sieht sie noch fast jungfräulich im Originalzustand im Januar 2011 aus:
März 2012: Nach einem guten Jahr und rund 8 Tkm habe ich die Buell zu schätzen gelernt. Das war genau der richtige Kauf. Nur ein wenig aufgepeppt mit einem kleineren Kennzeichenträger, einer zweiten Lufthutze und einer farblich passenden (abgepolsterten) Sitzbank macht der dicke Zweizylinder richtig Laune. Mit abgefahrenen Reifen ist das Teil zwar echt bescheiden fahrbar, das war's aber auch schon fast an Nachteilen. Bis auf eine verlorene Schraube vom Schaltgestänge war die Zuverlässigkeit auch Bestens.